Landes-Jugendjazzorchester Bayern (LJJB)

Landes-Jugendjazzorchester Bayern

"Das Hauptziel der Arbeit des LJJB ist die Förderung musikalischer Nachwuchstalente zwischen 16 und 25 Jahren im Wirkungsbereich des Jazz in Bayern."

Im LJJB begegnen sich rund 300 junge aktive Bayerische Musiker. Sie sind zwischen 16 und 25 Jahre alt.

Über ein Vorspiel gelangen die bei den Fördermaßnahmen Jugend jazzt und dem Landeswettbewerb "Jugend jazzt" entdeckten und geförderten Talente in den Aktiven-Kader des Orchesters. Für das Vorspiel können sich alle interessierten jungen Musiker bewerben.

Das Orchester ist eine pädagogische Einrichtung, die musikalische Betreuung der Mitglieder steht im Vordergrund. Im Anschluss an die Arbeitstreffen finden auch öffentliche Konzerte statt.

Für die Umsetzung des orchestereigenen pädagogischen Konzeptes und die experimentelle Arbeit wird viel Raum zur Verfügung gestellt.

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Die Mitglieder kommen jährlich zu vier Arbeitstreffen in den Bayerischen Musikakademien oder in geeigneten Häusern in allen Regierzungsbezirken Bayerns zusammen.

Die Konzertbesetzung trifft sich zusätzlich jährlich zu rund 20 öffentlichen Auftritten, Konzertreisen und interessanten Projekten mit anderen Orchestern oder Ensembles.

 

Aufgaben & Arbeitstreffen

Aufgaben

Bei der Orchesterarbeit stehen neben der gezielten Schulung musikalischer Fähigkeiten auf dem eigenen Instrument insbesondere die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Mittelpunkt, die dem Zusammenspiel mit anderen Musikern in einer Big Band dienlich sind. Zusätzlich soll den jungen Musikern Einblick in den professionellen Musikbetrieb gewährt werden.

Ein Anliegen ist die Förderung junger Komponisten. Besonders wichtig ist die Bildung eines Netzwerkes innerhalb und außerhalb des Jazzorchesters und die Pflege der Kontakte zu den ehemaligen Musikern.

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Arbeitstreffen

Im Verlauf ihrer aktiven Teilnahme an den Arbeitstreffen spielen die einzelnen Musiker in verschiedenen Big Band Besetzungen sowie in ihren jeweiligen Satzgruppen (Sections).

Stilistische, wie auch instru­mentaltechnische und improvisatorische Aspekte der jeweiligen Probenliteratur dienen als Arbeitsgrundlage in den einzelnen Sections.

In folgenden Zusammensetzungen wird gearbeitet:

  • Jazz Juniors Big Band,
    eine von den Dozenten der Jazz Juniors Kurse zusammengestellte Big Band der Jazzeinsteiger von 10 bis 15 Jahren

  • Landes-Jugendjazzorchester Bayern, Grüne Band,
    die Big Band für fortgeschrittene Schüler und Studenten. Die Band wird bei jedem Arbeitstreffen nach den positiven Rückmeldungen neu zusammengestellt.

  • Landes-Jugendorchester Bayern, Konzertbesetzung,
    auch Blaue Band genannt: Über die Grüne Band gelangen die Orchestermitglieder, überwiegend Studenten, in die Konzertbesetzung. Diese junge Big Band bleibt ca. 2-3 Jahre bei den Arbeitstreffen zusammen und wächst so zu einem Jazzorchester auf höchstem Niveau heran.

  • Rhythmusgruppe III
    Diese zusätzliche Combo wechselt sich mit der Rhythmusgruppe der Grünen Band ab. So können die Mitglieder Erfahrungen im Big Band und Combospiel sammeln. Alle drei Rhythmusgruppen spielen als Session- und Begleit-Combos mit einzelnen Bläser-Sections und den Sängerinnen und Sängern.

  • Jazz Vocal Ensemble
    Die Teilnahme an den "Jazz Vocal" Fördermaßnahmen ermöglichen bei Bedarf die Aufnahme von fortgeschrittenen Sängerinnen und Sängern in das Vocal Ensemble des Orchesters. Hier wird Solo- und Ensemble Literatur für Combo, Big Band oder A cappella erarbeitet.
 

Künstlerischer Leiter

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Harald Rüschenbaum

Künstlerischer Leiter des LJJB, Organisator verschiedenster Aktionskreise in Sachen Jazz und Pädagogik.

International gefragter Schlagzeuger und Workshop Dozent.

Solist und Leiter eigener Ensembles, vom Trio bis zur Big Band.

Über 450 Workshops in Amerika, Italien, Österreich, Bosnien, Russland, der Schweiz und Deutschland.

  • geboren 1956 in Arnsberg, NRW
  • Harald Rüschenbaum beginnt autodidaktisch das Schlagzeug-Spielen und erarbeitet sich die Stile von Art Blakey, Shelley Manne und Max Roach
  • Studium am Richard-Strauss-Konservatorium in München und in den USA (North Texas State University, PIT Los Angeles)
  • 1982 Gründung des „Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra“, CD-Aufnahmen, 1983 Preisträger der Deutschen Phonoakademie,1985 Kulturförderpreis der Stadt München
  • 1986 Gründung des „Harald Rüschenbaum Sextetts“ CD-Aufnahmen
  • Seit 1986 Dozent beim Landes-Jugendjazzorchester Bayern
  • Gestaltung der Eröffnung der Filmfestspiele München
  • Konzertreisen nach Skandinavien, Russland und Italien
  • 1992 Gründung des „Harald Rüschenbaum Quintetts“, CD-Aufnahmen
  • Seit 1993 künstlerischer Leiter des Landes-Jugendjazzorchester Bayern
  • 1997 reist er zum 10-jährigen Jubiläum mit der „Bavarian First Herd“ in die USA. Es folgen Konzertreisen nach St. Petersburg, Moskau, Russland, Sibiu, Rumänien, Prag und Karlsbad, Tschechien und die Jubiläumstour zum 20-Jährigen Geburtstag auf Einladung des Auswärtigen Amtes 2007 nach St. Petersburg und Petrosavodsk, Russland und 2012 nach Sizilien. 2014 reiste das Orchester auf Einladung des Goethe-Instituts nach Südostasien (Malaysia, Vietnam, Indonesien, Philippinen).
  • Die musikalischen Leistungen des LJJB sind auf den Tonträgern „On a clear day“, „10 Jahre Bavarian first Herd“, „Together“, „Wie heißt der Typ?“, „Da Cau“, „Rage meets Jazz“ und „A Christmas Cantata“ dokumentiert.
  • 2002 Lehrauftrag an der Musikhochschule München für Big Band.
  • Für seine Verdienste um den Jazz erhält er 2003 das Bundesverdienstkreuz und 2006 die „Carl Orff-Medaillie, die höchste Auszeichnung des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen.
  • 2013 wird er ausgezeichnet mit dem Staatspreis für Musik des Freistaates Bayern.
  • Zahlreiche Workshops, Tätigkeiten als Juror und Schulprojekte unterstreichen sein pädagogisches Wirken

Dozenten & Gäste

Ein festes Dozententeam kümmert sich um die Belange des Orchesters und seiner Mit­glieder. Die Lehrkräfte verfügen über eine hohe Qualität der Demonstration und über eine altersmäßig und fachlich angemessene sprachliche Ausdrucksweise, denn sie sind auch Ansprechpartner für persönliche Be­lange der jungen Musiker.

In einem nicht autoritär geprägten Umfeld, in dem viel Wert auf eigenverantwortliches Handeln gelegt wird, begegnet man sich gegenseitig mit hohem Respekt. Durch die Konstanz der Teamzusammensetzung können die Dozenten die musikalische und persönliche Entwicklung der Mitglieder langfristig begleiten und besonders effektiv mit diesen arbeiten. Dabei wird jede Musi­kerpersönlichkeit auf ihrem individuellen Leistungsstand abgeholt und von dort aus weiterführend gefördert.

Die pädagogische Arbeit wird dabei stetig um neue Unterrichtsmethoden ergänzt, neue Erkenntnisse werden gemeinsam diskutiert. So befinden sich Musiker und Dozenten in einem fortwährenden wechselseitigen Lernprozess.

Dozenten

Harald Rüschenbaum

(Siehe oben)

  • International gefragter Schlagzeuger und Workshop-Dozent
  • Solist und Leiter eigener Ensembles, vom Trio bis zur Big Band
  • Künstlerischer Leiter des Landesjugend Jazzorchesters Bayern, Organisator verschiedenster Aktionskreise in Sachen Jazz und Pädagogik
  • Über 450 Workshops in Amerika, Italien, Österreich, Bosnien, Russland, der Schweiz und Deutschland

Peter Tuscher

Die Fundamente seiner umfangreichen künstlerischen Tätigkeit finden sich in seinem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.

Studierte vor allem in Detroit bei Marcus Belgrave Jazztrompete. Geht als langjähriges Mitglied im Deutsch-Französischen Jazzensemble einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland nach. Produktionen mit dem Ensemble, aber auch mit einzelnen Mitgliedern, wie: Wolfgang Dauner, Albert Mangelsdorff, Henrie Texier, Dee Dee Bridgewater, Charlie Antolini, Charlie Mariano al Gohn, Conte Candoli.

Leitet verschiedene eigene Ensembles und ist auf allen großen Festivals der Szene zu Hause. Mitwirkung an zahlreichen Musikproduktionen, z.B. beim Staatstheater in München und Warschau. Derzeit in stilistisch sehr unterschiedlich orientierten Ensembles tätig, wie : Art Bop, Roman Schwaller Jazz Nonett, Die Konferenz, Tales of two chitiex. Dozent beim Landes-Jugendjazzorchester Bayern Seit 1994 Lehrauftrag für Jazztrompete am Bruckner-Konservatorium in Linz, Österreich.

Johannes Herrlich

Geb. 1963 in Bielefeld, lebt seit 1992 in München.

Intensive Jazzstudien in in Graz (A) (Musikhochschule) und in Amsterdam (NL) (HdK) bei Erich Kleinschuster und Bart van Lier.

13 Jahre Leader vom int. Jazz Quintet „Johannes Herrlich’s Collage“. CD „Thinking Of You“

Mitwirkung bei verschiedenen Rundfunk- und TV-Produktionen im BR, HR, ORF, Radio BRT, ARD, ZDF, VARA, Vox.

Mitglied der Al Porcino Big Band, des Sunday Night Orchestra (Nürnberg) und des Munich Jazz Orchestra; Konzerte und Rundfunkproduktionen mit Charly Mariano, Herb Geller, Kenny Wheeler, Bert Joris, Conte Candoli, Maria Schneider, Joe Haider, Tim Hagans, Ingrid Jensen…

mehrere CD-Einspielungen.

Darüber hinaus Zusammenarbeit mit Dusko Goykovic (Konzerte mit: Georgie Fame, Philipe Catherine, u.a.), Bobby Burgess „Big Band Explosion“, Harald Rüschenbaum, Conexion Latina, Roman Schwaller, Pete York, u.v.a.

Dozent beim Landes Jugendjazzorchester Bayern.

Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar im WS 04/05 sowie SS 05

Karsten Gorzel

geb. 1958 Gifhorn/Niedersachsen

nach dem Abitur Studium an der Hochschule für Musik in Graz/Österreich

Philosophie und Englisch an der Universität in Braunschweig

Musikstudium am Berklee College of Music in Boston / USA, zusätzlich Privatstudium

Studium der Komposition, Arrangement bei Prof. Dr. Hugo Norden, Boston , Herb Pomeroy und Bob Fredman

Saxophone und Klarinettenstudium bei Joe Allrard, Juillard School of Music, New York City, Soloklarinettist NBC-Orchester/Toscanini, bei André Lizotte, Boston Symph. Orchestra, bei Joe Viola und Prof. Peter Straub

Flötenstudium bei Matt Mavuglio, Boston/Berklee

Tätigkeiten:

Kompositionen und Arrangements u.a. für den NDR, Rundfunk Big Band, Chet Baker, Bob Berg, Toots Thielemanns, Randy Brecker, Mike Stern, Peter Erskine, Peter Herbolzheimer, BuJazzO etc.

Lehraufträge an den Musikhochschulen Mannheim und Freiburg in den Fächern Komposition, Improvisation, Stilkopie, Analyse, Big Band.

Dozent bei zahlreichen Workshops

Dozent beim Landes-Jugendjazzorchester Bayern

Walter Lang

Walter Lang stammt aus Schwäbisch Gmünd, einem kleinem Städtchen in der Nähe von Stuttgart, wo er am 13. Mai 1961 geboren wurde.

Sein Elternhaus war vom Klang von Akkordeon und Klavier durchzogen. Instrumenten, die von seinem Vater und Großvater gespielt wurden.

Walter Langs formale musikalische Ausbildung begann im Alter von neun Jahren. Nach dem Abitur studierte er am „Berkee College of Music“ in Boston, Mass. und legte schließlich seinen Abschluss an der „Amsterdam School of the Arts“ ab.

1988 war Walter Lang Gründungsmitglied des „Rick Hollander Quartet“, einer Formation, die zahllose Tourneen durch Europa, Japan und die Vereingten Staaten unternahm. Alle 5 CDs der Gruppe sind durch Walter Langs Klavierspiel geprägt. Als „freelance“ pianist spielte er unter anderem mit Lee Konitz, James Moody, Chico Freeman und Don Menza.

Dozent für Rhythmusgruppe und KLavier beim Landes-Jugendjazzorchester Bayern

Seit rund 10 Jahren ist Walter eine feste Größe in der Münchner Jazzszene und arbeitete dort unter anderem mit Johannes Herrlich‘s Collage, dem Jason Seizer Quartet und dem Harald Rüschenbaum Quintet.

1997 wurde Walter die Auszeichung „Künstler des Jahres“ der Stadt Gersthofen verliehen, mit dem Rick Hollander Quartet gewann er den „Europ‘ Jazz Contest“ 1990 in Hoeilaart, Belgien.

Derzeit leitet Lang sein eigenes Trio mit Nic Thys am Bass und Rick Hollander am Schlagzeug. Walter Langs erste Aufnahme als leader dieses Trios präsentierte die Musik von Charlie Chaplin und wurde vom japanischen Label Nippon Crown herausgebracht.

Aktuell arbeitet Walter Lang mit seinem Trio und der japanischen Sängerin Aya Murodate. Mit ihr hat er auch seine neueste Einspielung für das Label Pirouet eingespielt: „Lotus Blossom“.

Weitere Infos unter www.walterlang.de

Anne Czichowsky

Anne Czichowsky (geboren 1981 in Schaffhausen/CH) studierte Jazzgesang an den Musikhochschulen in Stuttgart und Graz (A). Schon bald machte sie sich einen Namen durch internationale wie nationale Preise und löste für ihre Konzerte und ersten CDs ein großes und durchweg begeistertes Echo aus. Sie zählt mit der inzwischen in Deutschland eher selten zu findenden Vorliebe für straight ahead jazz, Bebop und Scatgesang zu einer der „keepers of the flame“. Internationale Beachtung finden auch ihre Betextungen einflussreicher Instrumentalstücke und –soli dieser Epoche.

Als Jazzsängerin gastierte sie bislang auf Bühnen in Italien, der Schweiz, Luxembourg, Österreich, der Türkei („Nardis Jazzclub Istanbul“), Afrika (Mosambik, Simbabwe & Südafrika), Litauen, Rumänien, Finnland („Storyville Jazzclub Helsinki“, „Rajaton Jazzfestival“) und ganz Deutschland. Sie spielte u.a. mit Sheila Jordan, Kristin Korb, dem Önder Focan Trio, Ferit Odman, Gianluca Esposito, Oliver Mtukudzi, dem Abstraktorchester um Moritz von Woellwarth und dem Südpool Ensemble mit u.a. Bernd Konrad, Paul Schwarz, Günther Lenz und Herbert Joos. Aktuell ist sie mit dem „Anne Czichowsky Quintett“ und „Lines for Ladies“ regelmäßig im In- und Ausland live zu hören.

Mit ihrem ersten Quintett „Jazzpartout“ gewann sie 2008 die „Bucharest Int. Jazz Competition“, das Debütalbum „Rise“ erschien 2009 auf dem Label Neuklang. 2008 gewann Anne Czichowsky den Int. Jazz Singers Contest „Lady Summertime“ in Finnland und erhielt zudem den Publikums-Preis „favourite singer of the audience“. 2009 belegte sie den 2.Platz im „Int. Jazz Voices Contest“ in Litauen. 2010 wurde ihr als erster Jazzmusikerin der „Große Musikpreis“ der Volksbank Hochrhein Stiftung für ihre außerordentlichen musikalischen Leistungen verliehen. Ebenfalls 2010 belegte sie den 2.Platz im „12th Int. Jazz Soloist Competition“ in Monaco, zu diesem Wettbewerb werden weltweit 3 Finalisten aus allen Instrumentenkategorien eingeladen.

2011 wurde Anne Czichowsky der Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen, einer der höchstdotierten deutschen Jazzpreise. Erstmals ging dieser Preis an eine Jazzsängerin.

Mit dem Anne Czichowsky Quintett veröffentlichte sie 2011 das Album „Play on words“ (Neuklang), 2014 folgte das zweite Album namens „The truth and the abstract blues“ auf Double Moon Records. In diesem Quintett spielen Thilo Wagner (p), Martin Wiedmann (git), Axel Kühn (b) und Matthias Daneck (dr). Ebenfalls 2014 gründete Anne zusammen mit der international renommierten Sängerin Sabine Kühlich die Formation „Lines for Ladies“. Lines for Ladies trat 2014 beim Int. Festival „Women in Jazz“ in Halle auf und tourte im Herbst 2014 mit Jazzlegende Sheila Jordan und der Kontrabassistin und Sängerin Kristin Korb. Im Mai 2016 wird das Live-Album von „Lines for Ladies“ erscheinen. 

Anne Czichowsky unterrichtet Jazzgesang an den Musikhochschulen in Stuttgart und München.

Gäste

Herausragende Künstler und Jazzpädagogen werden als Gastdozenten eingeladen und arbeiten mit den jungen Musikern.

Die jungen Musiker lernen diese Künstler als Pädagogen, Menschen, Künstlerpersönlichkeiten und als Vorbild kennen. Gemeinsame Konzerte finden statt.

Damit wird auch der für das Jazzbusiness charakteristischen Arbeitsweise Rechnung getragen, für bestimmte Projekte außergewöhnliche internationale Musiker einzuladen und mit diesen intensiv zu arbeiten.

FOLGENDE INTERNATIONALE KÜNSTLER KONNTEN BISHER ALS GASTDOZENTEN VERPFLICHTET WERDEN:
  • Bobby Shew, Trompete, USA
  • Don Menza, Saxophon, USA
  • Lee Konitz, Saxophon, USA
  • Jay Ashby, Posaune, USA
  • Jimmy Cobb, Drums, USA
  • Claudio Roditi, Trompete, USA
  • Kim Nazarian, Vocal, USA
  • Marco Lobo, Percussion, Brasilien
 

Projekte & Aufnahmen

Musikalische Projekte

Jährlich finden Projekte mit Orchestern und Ensembles, vorwiegend aus den Bereichen sinfonischer Musik, Rock, Pop-, Chor-, Welt- und Blasmusik statt.

Durch die Fusion verschiedenster musikalischer Erschei­nungsformen soll dabei eine offene Grund­haltung und ein spartenübergreifendes Mu­sikverständnis bei Musikern und Publikum gefördert werden.

Musikalische Experimente in diesem Rahmen werden durch professio­nelle Auftragskompositionen ermöglicht, an deren Uraufführung das LJJB mitwirkt.

Aufnahmen

Die Ergebnisse der Orchesterarbeit werden ständig durch Audiomitschnitte und Produktionen dokumentiert.

Diese Aufnahmen fördern die Motivation der Orchestermitglieder und geben den Leistungsstand des Orchesters nachhaltig auf Tonträger wieder.

Junge Komponisten und Arrangeure aus den eigenen Reihen können mit Hilfe der Audioaufzeichnungen die Ergebnisse ihrer Arbeit hören und kontrollieren.

Die Orchestermitglieder erhalten dabei Einblick in professionelle Aufnahmeverfahren und in wesentliche Teilbereiche aktueller Musikproduktionen. Regelmäßig finden Produktionen und Aufzeichnungen mit dem Bayerischen Rundfunk statt.

 

Konzerte & Tourneen

Konzerte

Die Konzertbesetzung ist mit Konzerten bei Festivals, Veranstaltungen und in Jazzclubs, Schulen, Akademien oder anderen kulturellen Einrichtungen in ganz Bayern und darüber hinaus präsent.

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Tourneen

Die Tourneen im In- und Ausland (USA 1997, Rumänien 2000, Russland 2001, Tsche­chien 2004, 2005, 2006, Sizilien 2012, Südostasien 2014, Schweden 2017) vermitteln eindrucksvoll den Erfolg der pädagogischen Arbeit.

Jazzmusiker spielen üb­licherweise als Solisten oder Bandmusiker in ihren ei­genen oder in wechseln­den Besetzungen und erhalten bei den Tourneen Einblick in die Organisation und Planung auf nationaler wie internationaler Ebe­ne.

Durch die Konzerte im In- und Ausland werden die Nach­wuchsmusiker mit Konzertatmosphä­re und den notwendigen Arbeiten im Vor- und Umfeld eines Konzerts bekannt gemacht, ebenso mit der für erfolgreiche Musiker unverzichtbaren Fähigkeit zur professionellen Präsentation.

 

Programm

Durch die stilspezifische und intensive Auseinanderset­zung mit originalem Big Band Repertoire treten die Musiker in vielfältigster Weise mit Jazzensemblelite­ratur in Kontakt. Im Verlauf der Arbeitsphasen lernen sie dadurch flexibler und bewusster mit dem musikalischen Ausgangsmaterial umzugehen.

Bei der Zusammenstellung des Probenreper­toires wird auf eine Auswahl geachtet, die sowohl klassisches Repertoire als auch Randbereiche herkömmlicher Ensemblemu­sizierweisen berücksichtigt.

Das Programm reicht von traditionellem Swing (Count Ba­sie, Duke Ellington u.a.) bis hin zu modernen Bebop-, Latin-, Funk- und Fusion Komposi­tionen (Thad Jones, Pat Metheny, Peter Her­bolzheimer, Maria Schneider, Bob Mintzer, u.a.). Bei den Konzerten sind auch Kompositionen von Ensemblemitgliedern zu hören.

Während es bei klassischer Big Band Lite­ratur vorrangig um die Er­arbeitung der stilistischen Merkmale und den jewei­ligen Ensembleklang geht, stehen bei moderneren und freieren Kompositionen die Improvisation des Ensembles bis hin zu alea­torischen Prinzipien im Vordergrund.

Bewerbung

Informationen

Voraussetzungen

Interessierte Musiker im Alter zwischen 16 und 25 Jahren können sich schriftlich um die Mitgliedschaft bewerben. Nach Eingang des Bewerbungsbogens bekommen die Interessenten die Einladung zum Probevorspiel. Das Vorspiel findet in der Regel während eines Arbeitstreffens in einer der Bayerischen Musikakademien statt.

Vorspieltermin

Nach Eingang des Bewerbungsbogens erhalten die Interessenten eine Einladung zum nächstmöglichen Vorspieltermin.

Kosten

Die Bewerbung und das Probevorspiel sind kostenfrei.
Reisekosten können nicht erstattet werden. Bei weiten Anreisen besteht die Möglichkeit, über die Geschäftsstelle nach vorheriger Anmeldung Verpflegung und Übernachtung zu den üblichen Preisen zu erhalten.

Probevorspiel

Der Probespieler trägt ein Stück seiner Wahl vor. Er wird von einer Combo des Jazzorchesters begleitet, daher sind Leadsheets für eine kleine Rhythmusgruppe (p, b, dr, g) mitzubringen.

Die Dozenten des Orchesters hören dabei zu und unterhalten sich mit den Probespielern.

Natürlich wollen sie auch wissen, wie es um das Notenlesen steht. Daher werden einige Stellen aus dem Orchesterrepertoire zum Blattlesen vorgelegt. Darauf folgt ein kurzer Gehörtest.

Möglichkeit zur Teilnahme an einer Probewoche

Sollten bei den Arbeitstreffen einzelne Instrumente in den Big Band Besetzungen fehlen, gibt es für Probespieler die Möglichkeit bei Bestehen am Arbeitstreffen teilzunehmen.

Instrumente

Klavier, Schlagzeug, Verstärker, Technik usw. werden zur Verfügung gestellt. Alle anderen Instrumente müssen mitgebracht werden.

Ergebnis

Nach einer kurzen Beratung der Dozenten nach dem Vorspiel erfahren die Probespieler das Ergebnis und erhalten einige wichtige Tipps.

Jeder Musiker soll sich im Orchester wohlfühlen. Das kann er nur, wenn er bestimmte Vorraussetzungen erfüllt.

Nach erfolgreichem Probespiel und der Aufnahme in das Orchester werden die jungen Musiker in den bestehenden Ensembles entsprechend ihrem Leistungsstand eingesetzt und individuell gefördert.

Keine Panik!

Nicht bestehen ist kein Grund aufzugeben. Das Probespiel kann wiederholt werden. In der Zwischenzeit sollten die Tipps der Dozenten ernst genommen werden.


Bewerbungsbogen

Bitte füllen Sie das Bewerbungsformular komplett aus und senden Sie es per Post, Fax oder als Scan per Email zurück an das LJJB. Der Bogen muss vom Probespieler unterschrieben sein, bei Minderjährigen ist zusätzlich die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

Das aktuelle Bewerbungsformular steht als PDF-Datei zur Verfügung.

Bewerbungsbogen downloaden

Vorspieltermine

Die Probevorspiele finden in der Regel am ersten oder zweiten Tag eines Arbeitstreffens des LJJB statt.

Die Termine der Arbeitstreffen entnehmen Sie dem Terminkalender.

Die Probespieler können einen der genannten Probespieltermine bestätigen oder ablehnen und um einen neuen Termin bitten.

Am Vorspieltag sollten sich die Probespieler ca. 30 Minuten vor Beginn am Probespielort einfinden.