Als flankierende Offerte zu den pädagogischen Angeboten des LJJB und „Jugend jazzt“ finden jährlich mehrere Fördermaßnahmen für Jazz-Einsteiger ab 10 Jahren, bestehende Bands, interessierte Laien bis 25 Jahren, sowie auch Pädagogen statt. Je nach Zielvorgabe, Alter, Interessenslage und Wissensstand der Teilnehmer werden in diesen Workshops grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Jazzgeschichte, (Jazz-) Improvisation, Bandpädagogik, Rhythmik, Harmonielehre und Wahrnehmung vermittelt.
Dabei wird versucht, die Inhalte möglichst sofort praktisch nachzuvollziehen und somit erfahr- und erlebbar zu machen.
Die Fördermaßnahmen dienen der Aus- und Weiterbildung von Laien, sowie der Multiplikatorenausbildung im Bereich der schulischen Arbeit. Vermittelt werden sollen über die jazzspezifischen Arbeitsformen Inhalte der Jazzmusik und -pädagogik, sowie darüber hinaus eine allgemeine Öffnung und Weitung des bisherigen musikalischen Horizonts.
Besonders für klassisch sozialisierte Musiker, die als Notisten wenig oder keine Erfahrung im Bereich Improvisation und freies Spiel haben, werden behutsame, gruppenimprovisatorische Einstiege geschaffen, um von Erfolgserlebnissen ausgehend induktiv den Komplexitätsgrad der Aufgaben steigern zu können. Um der Körperbezogenheit der jazzmusikalischen Erscheinungsformen Rechnung zu tragen, werden zahlreiche Inhalte durch gemeinsames Singen und Bewegung angebahnt, während des Lernprozesses Körper bezogen unterstützt und dabei vertieft. Im Rahmen der Kurse werden sowohl die eigenen Instrumente als auch vielfältiges Perkussionsinstrumentarium sowie Stabspiele eingesetzt. Durch diese, besonders für die Gruppenarbeit geeigneten Instrumente, werden die Teilnehmer in die Situation versetzt, abseits ihrer bisherigen Spielgewohnheiten ihre musikalischen Aktionen neu und bewusst zu überdenken. Das jeweilige neue, schnell erlernbare und im Fall der Stabspiele sehr anschauliche Instrument bietet darüber hinaus die Möglichkeit eines grundlegend neuartigen Musikzugangs.
Neben allgemein musikalischen Zusammenhängen werden konkrete, exemplarische Stücke aus der Jazzliteratur erarbeitet und im Ensemble umgesetzt. Hierbei steht die Arbeit ohne Notenmaterial im Vordergrund. Dies lenkt einen großen Teil des Bewusstseins auf die Interaktion und das Hören und ebnet den Weg hin zum freien Spiel und zur Improvisation auf dem eigenen Instrument.
Angebote
Jazz Juniors (Einsteigerkurse für 10- bis 15 Jährige)
Come to Combo (Workshops für Solisten, die Erfahrung im Zusammenspiel suchen)
Combo kicks (Workshops für Bands, die mehr über das Zusammenspiel wissen wollen)
Jazz Masters (Meisterkurse für Jazz mit namhaften Dozenten)
Multiplikatorenseminare (pädagogische Fortbildungen, Big Band Leiter Seminare)